Wenn Ihr Kind nicht spricht oder weniger spricht als andere Kinder in seinem Alter, ist diese Sorge verständlich. Die gute Nachricht: Sie können zu Hause schon heute viel tun, und frühe Unterstützung verändert oft alles.
Die Sprache von Kindern entwickelt sich sehr unterschiedlich schnell. Grobe Richtwerte sehen so aus:
Wenn Ihr Kind etwas zurückliegt, aber weiter Fortschritte macht, braucht es oft einfach Zeit und Ermutigung. Wichtig ist nicht die genaue Zahl der Wörter, sondern ob das Kind versucht zu kommunizieren: durch Zeigen, Blickkontakt oder Gesten.
Sprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin oder einer Logopädin, wenn Sie auch nur eines dieser Anzeichen bemerken:
Um Hilfe zu bitten bedeutet nicht, dass etwas nicht stimmt. Frühe Förderung ist am wirksamsten, also prüfen Sie lieber frühzeitig, anstatt abzuwarten.
Timo hilft einem Kind zu kommunizieren, noch bevor die Wörter da sind. Bildkarten mit echter Stimme lassen Ihr Kind sagen, was es möchte, und das Gesprächstraining baut nach und nach den Mut zum Reden auf.
Erste Wörter kommen meist um den 12. Monat, und ein 2-jähriges Kind sagt etwa 50 oder mehr Wörter. Die Entwicklungszeiträume sind jedoch weit, daher zählt vor allem der gesamte Fortschritt.
Im Durchschnitt beginnen Jungen vielleicht etwas später, aber eine große Verzögerung sollte man nicht einfach auf das Geschlecht schieben. Im Zweifel lieber überprüfen lassen.
Passives Zuschauen baut keine Sprache auf. Am besten wirken lebendige Interaktionen oder interaktive Werkzeuge, bei denen das Kind selbst wählt und eigene Gedanken ausdrückt.